abendnebel
durch blätterkryptik zieht
leben im schweigen
einer augenwende
wo schlafwort sich wandelt
verirrten wir uns
aneinander
ungegangenes bleibt
ein kurzes erfühlen
und die antwort voller fragen
"Und noch was: DU HAST DICH NIE VERARSCHEN LASSEN und die Depris waren der Versuch, dich kleinzuhalten, aber ach das hat nie gereicht. Die
schöne Wahrheit ist schöner und stärker."
Ich liebe mich und mein Leben. Mein intensives Leben!
You'll never know that you had all of me
You'll never see the poetry you stirred in me
Of all the stars I've seen that shine so brightly
I've never known or felt, in myself, so rightly
It's in me, it's in me - and you know it's real
Kate Bush
You do not need to leave your room. Remain sitting at your table and
listen. Do not even listen, simply wait. Do not even wait, be quiet
still and solitary. The world will freely offer itself to you to be
unmasked, it has no choice, it will roll in ecstasy at your feet.
Franz Kafka
Und auch in diesen Tagen wird klar, wenn ich den Orbit von
Hamsterradgedanken und Pseudoprobelmsynapsen durchbreche und zu meinem Kern unterwegs bin, kommt alles zu mir und frißt mir aus der Hand.
Ganz zahm.
Manchmal denke ich mir, wie der Himmel entstanden ist und der Tod:
dadurch, daß wir unser Kostbarstes von uns fortgerückt haben, weil noch
so viel anderes zu tun war vorher und weil es bei uns Beschäftigten
nicht in Sicherheit war. Nun sind Zeiten darüber vergangen, und wir
haben uns an Geringeres gewöhnt. Wir erkennen unser Eigentum nicht mehr
und entsetzen uns vor seiner äußersten Großheit. Kann das nicht sein?
Rilke
Nach dieser Woche meines Lebens, nah und intensiv wie seit Jahren nicht,
fällt alles in sich zusammen und ich rücke es fort, weil es nicht in
sicherheit ist hier. doch das wissen um die Unzerstörbarkeit und das
Wiederkommen bleibt. - Oh ja..
Jede Erscheinung auf Erden ist ein Gleichnis, und jedes Gleichnis ist ein offenes Tor, durch welches die Seele, wenn sie bereit ist, in das Innere der Welt zu gehen vermag, wo du und ich und Tag und Nacht alle eins sind. Jedem Menschen tritt hier und dort in seinem Leben das geöffnete Tor in den Weg, jeden fliegt irgendwann einmal der Gedanke an, dass alles Sichtbare ein Gleichnis sei, und dass hinter dem Gleichnis der Geist und das ewige Leben wohne. Wenige freilich gehen durch das Tor und geben den schönen Schein dahin für die geahnte Wirklichkeit des Innern.
Hermann Hesse, Iris
- Man muß lernen, aus unreinlichen Verhältnissen reinlicher hervorzugehen, und sich, wenn es not tut, auch mit schmutzigem Wasser zu waschen.
Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches II
Will sagen: nicht die unreinlichen Verhältnisse, die seelische Enge, das ausgebeutet werden vom Alltag machen es aus, sondern, inwieweit sich die Seele davon niederwerfen lässt. Denn eine klare Seele findet auch in jedem Schmutz zu ihrer Melodie, einer dumpfen Seele nützt das beste Alleinsein nichts, wenn sie den Engang verbarrikadiert.
Es gibt kein später, kein "wenn es nur soundso anders wäre", es zählt das Jetzt, jedes Jetzt, J E D E S !!